Vatertagsturnier 2000
Matthias Wiemken räumte ab
Die Erwartungen der Verantwortlichen der Tischtennisabteilung des FC Hambergen im Hinblick auf das traditionelle Turnier in den Vatertag hinein wurden sogar noch übertroffen. Die Teilnehmerzahl stieg von 50 auf 68 an. „Weil wir uns eine Obergrenze 72 Akteure gesetzt hatten, hatten sogar noch einige Spieler auf ihre Teilnahme verzichtet. Dass es dann am Ende doch nicht ganz 72 Leute waren, lag an kurzfristigen Absagen“, gab Spartenleiter Hans-Jürgen Kumm zu Protokoll.
In bester Erinnerung wird Matthias Wiemken die Veranstaltung behalten. Er nahm den Siegercheck in Höhe von 100 Mark entgegen. Der Spieler vom TV Falkenberg setzte sich im Finale gegen Routinier Jürgen Heineke vom Gastgeber knapp in drei Sätzen durch. Das es ein solch spannendes Endspiel gab, lag an der klassenbedingten Punktvorgabe, die Heineke als Akteur aus der 2. Bezirksklasse gegenüber dem favorisiertem Sportler aus der Bezirksoberliga zugute kam. „Normalerweise hätte Heineke keine Chance gegen einen Mann wie Wiemken“, urteilte Hans-Jürgen Kumm. Er organisierte das Spektakel zusammen mit Eckhard Ziel und Klaus Brasas. Zudem halfen Nico Seedorf und Wolfgang Hartel kräftig mit. Als Discjockey fungierte Harald Spieß.
Das Endspiel fand erst um 4 Uhr morgens statt. Zu diesem Zeitpunkt sahen noch etwa ein Drittel der Teilnehmer zu. Die Feier dauerte jedoch noch ein paar Stunden länger. „Die Letzten waren um sieben Uhr zu Hause. Viele waren mit dem Fahrrad da“, so Hans-Jürgen Kumm. Er selbst hatte auch einen triftigen Grund zum Feiern, schließlich beging er seinen 50. Geburtstag. Weil der Hamberger Vereinsmeister mit der Organisation voll ausgelastet war, konnte er selbst nicht aktiv mitwirken. Durch die zusätzlichen Punktvorgaben für Frauen konnten diese ihren männlichen Kollegen durchaus Paroli bieten. Allerdings schaffte nur Frauke Schumacher vom FC Hambergen den Sprung ins Hauptfeld, das gleichbedeutend mit dem Achtelfinale war.
Die Mädchenspielerin belegte in ihrer Vorrundengruppe hinter dem späteren Finalisten Jürgen Heineke den zweiten Platz und qualifizierte sich somit für die Hauptrunde. Im Achtelfinale wartete mit Matthias Wiemken jedoch ein besonders dicker Brocken. Wenngleich Schumacher einen Vorsprung von zehn Zählern erhielt, konnte sie Wiemken nicht bezwingen. Er musste allerdings sein ganzes Können aufbieten, um die Hambergerin mit 2:0 auf Distanz zu halten. Die am höchsten eingestufte Spielerin war Antje Otten vom VfR Seebergen. Die Verbandsliga-Akteurin erteilte jedoch in der Vorrunde dasselbe Schicksal wie acht ihrer Rivalinnen.
Gespielt wurde zunächst in vier Gruppen mit jeweils acht Aktiven und in vier Gruppen mit neun Aktiven. Danach ging es im K.o.-System weiter. Jeweils 25 Mark nahmen noch Konstantin Weidlich (TV Lilienthal) sowie Tobias Siemer von der TuSG Ritterhude in den Empfang. Sie stießen immerhin bis ins Halbfinale vor. Der sportliche Erfolg stand allerdings nicht im Vordergrund. „Wir sehen das alles nicht so eng.
An erster Stelle steht der Spaß. Deshalb hatten wir auch keinen Oberschiedsrichter“, so Hans- Jürgen Kumm. Diese Mischung scheint bei den Tischtennis-Cracks anzukommen. „Wir hatten eine höhere Teilnehmerzahl als so manch offizielles Turnier. Wer also im nächsten Jahr dabei sein möchte, sollte sich frühzeitig anmelden“, frohlockte das Geburtstagkind.