Vatertagsturnier 2011
Matti von Harten wird Favoritenrolle gerecht
Von Frank Mühlmann
Hambergen (fm). Der Lunestedter Tischtennisspieler Matti von Harten ist seiner Favoritenrolle beim Hamberger Hans-Jürgen-Kumm-Gedächtnisturnier gerecht geworden. Neben dem Gesamtsieger lobte Organisator Bernd Thoden auch die hohe Qualität des insgesamt 67-köpfigen Teilnehmerfeldes. "Für Hambergen eine bislang einmalige Sache. So viele starke Spieler sind während der 13-jährigen Turniergeschichte noch nie am Start gewesen."
Beinahe hätte die Veranstaltung nicht über die Bühne gehen können. Pünktlich zu
den Auftaktspielen um 20 Uhr fiel in der Samtgemeinde der Strom aus. "Da sind
wir natürlich ins Schwitzen gekommen", gab Thoden zu, der aber nach 20 Minuten
Entwarnung geben konnte. Auch sonst hatte der Organisator im Vorfeld viel zu
tun. "Während der Auslosung haben mehrere Spieler angefragt, ob sie nicht in
einer Gruppe mit Matti von Harten spielen Können", bemerkte Thoden, "natürlich
konnte ich diesen Wünschen nicht entsprechen. Es zeigt aber, wie groß der Anreiz
für etwas leistungsschwächere Spieler ist, einmal gegen den besten Akteur der
abgelaufenen Oberliga-Saison anzutreten."
In Hambergen wird nach einem Vorgabesystem gespielt, um möglichst allen Aktiven eine Chancengleichheit zu ermöglichen. Damen und Herren spielen jedoch in der selben Konkurrenz. Dennoch waren gerade die Gruppenspiele, in denen bereits Turnierfavoriten aufeinandertrafen, besonders reizvoll. Als beispielsweise Matti von Harten gegen Lokalmatador Timo Spiewack antrat, bildeten sich mehrere Menschentrauben an der Platte. Ähnliches galt für die Partie zwischen Lunestedts Oberligaspieler Marcel Czichy und Gerrit Meyer, der zukünftig für Jever in der 2. Bundesliga aufschlägt. Letzterer schaffte in seiner Achtergruppe aber nur den Einzug in die Trostrunde, er verpasste also einen der ersten beiden Plätze.
Mit dem späteren Sieger Matti von Harten gelang es ohnehin nur einem höherklassigen Akteur, das Halbfinale zu erreichen. Es komplettierten André Steffens (Bezirksligaspieler vom ATSV Habenhausen), Mirko Kück (TSV Worpswede) und Fredi Wendelken (TuSG Ritterhude), die in der 1. und 2. Bezirksklasse Meisterschaftsspiele bestreiten. Während Wendelken in einem Landkreis-Duell Kück im Griff hatte, musste Matti von Harten in der Vorschlussrunde hart kämpfen. Gegen Steffens siegte er hauchdünn. Trotzdem reichten seine Kräfte noch für ein erfolgreiches Finale. Gegen Wendelken hatte Matti von Harten zwar einen Satz verloren, konnte aber in den anderen Durchgängen die elf Punkte Vorsprung seines Gegners (es wurde nach dem alten System bis 21 gespielt) wettmachen. Der Lunestedter durfte sich nach insgesamt zwölf absolvierten Einzeln über den Siegerscheck freuen.
Hauptrunde: 1. Matti von Harten (Lunestedt), 2. Fredi Wendelken (Ritterhude), 3. André Steffens (Habenhausen), Mirko Kück (Worpswede)
Trostrunde: 1. Timo Dreher (Lunestedt), 2. Johannes Wrede (Oyten), 3. Felix Ambrosi (Ritterhude), Gregor Ceynowa (Hannover)