Vereinsmeisterschaften 1982
TT-Vereinsmeisterschaft gab neue Impulse
Dass Vereinsmeisterschaften über den sportlichen Reiz hinaus auch für ein interaktives Vereinsleben unentbehrlich sind, war eine der wertvollsten Festlegungen, die der frischgebackene Spartenleiter der Tischtennis-Abteilung des FC Hambergen, Hans-Jürgen Richert, aus dem Mammut-Turnier um Vereinsmeisterehren in insgesamt sieben verschiedenen Konkurrenzen traf.
Neben den sportlichen Höhepunkten, die nicht nur die Konkurrenz des Herren-Einzels der A/B Klasse prägten, war es die Gemeinsamkeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl, das im Mittelpunkt des Tages stand und für einen Verein mit einer (Leistungs-) Brandbreite bei den Herren von der 3 Kreisliga bis zur 2. bzw. bald sogar der 1. Verbandsliga nicht immer selbstverständlich ist.
Wurde die Einzelmeisterschaft bei den Herren durch die Einteilung in die drei (Leistungs-) Gruppen, A/B Klasse, C-Klasse und Senioren, einmal allen sportlichen Ansprüchen gerecht, wurde die Meisterschaft im Doppel zum allerseits anerkannten Höhepunkt. Der Austragungsmodus im Doppel bestimmte das Los in der Weise zu Regisseur, als das die A/B Spieler einerseits, mit zugelosten C- oder Senioren-Spielern anderseits, „zusammengeführt“ wurden.
Das Ergebnis waren die acht Paarungen Sommerfeld/Spiess, Hertel/W.Prigge, Richert/Brasas, Rinck/Schatz, Heineke/Brodtmann, Kumm/Seedorf, Röper/H.Prigge und Puckhaber/Döhrmann. Die ungewohnte Situation am besten meisterten Hans-Jürgen Richert und Klaus Brasas, die nach 2:0 Sätzen gegen Rinck/Schatz und 2:1 gegen Sommerfeld/Spiess auch ihre Finalgegner Kurt Puckhaber/Dietmar Döhrmann (2:0 gegen Röper/H.Prigge und 2:1 gegen Kumm/Seedorf) in einem tollen Spiel mit 23:21, 20:22, 21:16 niederrangen.
Aus den zwei Gruppen in der Herren A/B-Einzel-Konkurrenz schälten sich mit Hans-Jürgen Richert, Uwe Sommerfeld, Kurt Puckhaber und Peter Hackmann erwartungsgemäß die Favoriten heraus. Aber dadurch das, dass Richert mit einem 2:1-Satz-Sieg im direkten Vergleich gegen Sommerfeld den Gruppensieg für sich entschied, wurde das „Traum“-Finale Puckhaber – Sommerfeld vorzeitig verteilt und in das Halbfinale vorverlegt.
Mit 21:18, 21:23, 21:18 wurde Kurt Puckhaber seiner leichten Favoritenstellung in diesem Spiel gerecht. Aber nicht zuletzt auch durch einen ebenfalls ganz hervorragend aufspielenden Uwe Sommerfeld setzte dieses Match die Maßstäbe im sportlichen Bereich, das von dem Niveau her genauso gut einem Endspiel um den Kreismeister-Titel gerecht wurde.
Aber auch das andere Halbfinalspiel mit 21:16, 19:21, 21:18 von Peter Hackmann gegen H.-J. Richert, das Finale von Kurt Puckhaber mit 21:17, 21:18 gegen seinen Punktspiel-Doppelpartner Peter Hackmann und das kleine Finale um den 3. Rang, in dem Richert mit 16:21, 21:18, 21:16 gegen Sommerfeld seinen Vorrunden-Gruppen-Sieg wiederholte, wurden höchsten Ansprüchen gerecht.
Neben den zwei weiteren Konkurrenzen, der Herren C-Klasse, die Thomas Hertel in Gruppenspielen vor Dietmar Döhrmann gewann, und der Senioren, wo Klaus Brasas mit vier Siegen über H. Seedorf, W. Prigge, H. Prigge und H.-J. Brodtmann seinen zweiten Vereinsmeister-Titel erspielte, war aber auch der seit wenigen Monaten von Uwe Sommerfeld übernommene Jugendbereich am Start.
Wenn die bisherigen Erfolge in der Beteiligung von fünf Schülern je vier Mädchen und Jungen auch noch keinen „Erdrutsch“ in der Jugendabteilung auslösten, durfte Uwe Sommerfeld durchaus mit Stolz auf seine „Pionierarbeit“ blicken. Denn gerade auf diesem Sektor haben die FCH – Verantwortlichen in den letzten Jahren Sünden begangen, die erst nach mühseliger Kleinarbeit über einen Zeitraum von Jahren vergessen gemacht werden können.
Die Jahrgangsbesten und Vereinsmeister Jörg Basler (Schüler), Matthias Stöver (Jungen) und Sabine Mikschl (Mädchen) schreiben unter diesen Vorzeichen Vereinsgeschichte in der Zeitrechnung mit dem Wiederaufbau im Jahre 1982/1983